Posaunenchor

Probe:
Der Posaunenchor trifft sich montags um 19:30 Uhr im Gemeindesaal der Christuskirche Poing

Leitung: Reinhard Göster
Info:      Gerhardt Mätz, Tel.: 08121/255500


Der Posaunenchor wird 40
Matinee am 10. April

Tuba beim Kirchentag
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„Evangelisch – das kommt mir irgendwie grau und glanzlos vor“, sagt Frau X. Herr Y protestiert: „Kennen Sie nicht den Gospel-Chor, die Kinderfeste, Konfi-Partys, die Orgel- und Kammerkonzerte?“ „Schon, schon“, gibt Frau X zu. „Und vergessen Sie nicht“, schiebt Herr Y nach: „Den Posaunenchor!“ Darauf Frau X: „Bingo. Ja, der Posaunenchor, da haben Sie recht, das ist unser goldenes Glanzstück.“ „Und ein Markenzeichen!“ legt Y nach. „Absolut“, nickt Frau X.

Am Palmsonntag, 10. April 2022, um 11.15 Uhr laden die munteren Blechbläser zu einer Geburtstagsfeier („Matinee“) ins Markt Schwabener Gemeindezentrum ein: Der Posaunenchor wird 40. Jeder kann es nachrechnen: Vierzig Jahre, das macht gut und gerne 2 000 Proben und mindestens 444 Auftritte. Im Wohnzimmer von Gisela und Walter Peschke in Forstinning fing es an. Peschke leitete den Chor, bis er den Stab an Brigitte Stark weitergab. Nach ihr übernahm mit Ute Pitter erstmals eine Profi-Kirchenmusikerin die Leitung. Und seit 2009 trägt Reinhard Göster das Gelbe Trikot und spornt sein Team zu immer neuen Überraschungen an: „Wir haben längst auch die mitreißenden Rhythmen entdeckt“, sagt er. „Wir spielen Bach und Choräle, klar. Aber wir lieben auch die Beatles und Sacropop.“

Immer montagabends startet eine Sternfahrt zur Poinger Christuskirche, dem Probenlokal. (Leider hat Corona zuletzt manches durcheinander gebracht, aber nur vorübergehend.) Sogar aus Kirchheim und Erding treffen Bläserinnen und Bläser mit ihren Instrumenten ein, Trompeten und Hörner, eine Tuba und natürlich Posaunen. Von ihnen haben sie den Namen, weil es in der Bibel heißt: „Lobt Gott mit Posaunen!“ Jede und jeder, der ein solches goldglänzendes Gerät schon einmal gespielt hat, ist willkommen und kann sich einreihen. Die Übung kommt mit der Zeit dazu.

„Gott loben, das ist unser Amt“, steht auf dem Notenheft. Ein Chormitglied schwärmt: „Wir spielen zu unserem eigenen Vergnügen. Und wenn es dem Publikum Spaß macht, dann freut sich auch Gott.“ Ja, gewiss. Wozu hätte Gott den Menschen sonst musikalische Gene mitgegeben? Die Posaunenchor-Bewegung ist übrigens mehr als hundert Jahre alt. Im Sommer 8.-10. Juki) feiert der bayerische Verband in Nürnberg sein Hunderteinjähriges. Da sind die Markt Schwabener und Poinger dann natürlich auch dabei. Und fünftausend weitere Begeisterte. Auch zum Hören und Schauen eine Reise wert!

Friedrich Eras