Partnerschaften

Neues aus unserer Partnerschaftsarbeit

Aus Tansania hören wir, dass die Menschen über den ausbleibenden Regen sehr besorgt sind. Die Felder sind angepflanzt und wegen der Trockenheit droht eine sehr schlechte Ernte. Viele Leute in der Region leben ausschließlich vom Maisanbau und den Gartenfrüchten.

Mit Freude haben wir erfahren, dass die Fittingschool aus der Innenstadt von Ilembula in das große Schulgebäude ausserhalb umgezogen ist. Die Schüler haben Fenster und Türen renoviert und arbeiten nun, nachdem erfolgreich ein Brunnen gebohrt wurde, an der Wasserversorgung. Wir hoffen, dass das Unterkunftshaus bald gebaut werden kann, damit die Studenten dort auch wohnen können. Zwei der von uns geförderten Schüler werden Ende dieses Jahres die Abschlussprüfung ablegen. Sie planen sich mit einer Metallwerkstatt selbstständig zu machen.

Bei unserem Besuch letzten Sommer haben wir Kain kennengelernt, einen jungen Mann, der mit seinen Eltern in Palangavanu lebt. Kain hatte vor einem Jahr endlich eine Arbeit als Transporthelfer gefunden. Mit zwei Kollegen fuhr er oben auf einem vollbeladenen Maistransporter mit, wie man das in Tansania oft sieht. Der Laster hatte einen schweren Unfall. Seine Kollegen starben und Kain kam nach langem Klinikaufenthalt querschnittsgelähmt nach Hause zurück. Seine Eltern versorgen ihn, auch finanziell. Eine Kranken- oder Unfallversicherung hat in Tansania fast niemand.Wir haben Kain mit dem letzten Container einen Rollstuhl geschickt und versuchen jetzt, ihm zu einem Rollstuhl mit Handantrieb zu verhelfen. In Tansania sieht man diese Fahrzeuge noch öfter, sie können aus zwei Fahrrädern gebaut werden.Wir denken da an die Studenten der Fittingschool, die damit gleich eine Konstruktionsaufgabe zu lösen hätten.
Meine Gedanken sind oft bei den Freunden in Palangavanu.

Die Jugendlichen sind gerade dabei, den Gegenbesuch der Jugendgruppe aus München vorzubereiten. Wir vom Partnerschaftskreis sind schon sehr gespannt auf die Eindrücke der drei jungen Teilnehmerinnen aus Poing.

Für die Menschen aus unserer Partnergemeinde bitten wir um ausreichend Regen und eine gute Ernte.

Rosmarie Tumwimbilage Hennig, Partnerschaftskreis


Berichte aus Palangavanu am Dreikönigstag

Seit einigen Jahren locken am Dreikönigstag Berichte und Erzählungen zur Partnerschaft mit Palangavanu viele Besucher in die Christuskirche. Leider blieben heuer viele Stühle an den mit afrikanischen Tüchern bunt geschmückten Tischen leer, weil starker Schneefall für so manche Stammgäste den Weg zu beschwerlich machte.„Deshalb sind wir froh, dass Sie gekommen sind“, meinte Christa Müller zur Begrüßung.

Wie die Partnerschaftsbeauftragte sagte, hat es im Dekanat Veränderungen gegeben, weil mit Lyalamo eine neue Kirchengemeinde gegründet wurde. Nun hat Palangavanu sechs und Lyalamu drei Kirchen. Diese arbeiten in der Partnerschaft wie Poing und Markt Schwaben sehr eng zusammen.

Im Fokus standen die Ausführungen von Rosemarie Hennig und Ludwig Lanzl, die im vergangenen Sommer wieder in Palangavanu waren, um die Menschen dort zu unterstützen. Ob Aktivitäten von der Nähgruppe für Frauen, die Situation der an Aids erkrankten Personen, die gemeinsam in einer Gruppe leben, die Versorgung der Kinder in Schule und Kindergarten mit Milch oder die Ausbildung des blinden Fredy. Die Themen und Projekte gehen nicht aus.

Ähnlich vielseitig waren die Ausführungen von Ludwig Lanzl. Er berichtete von einem zufällig gefundenen Leck in der Hauptwasserleitung, das repariert werden konnte. Aber auch von der Realisierung eines Küchenanbaus für den neuen Kindergarten und der Anschaffung eines weiteren Wassertanks für das Dorf.

Thema war zudem die Situation in der Fittig School (Berufsschule).Diese steht in der Bezirksstadt Ilembula. Momentan wird der Umzug in ein neues und moderneres Gebäude vorbereitet. Über Schwierigkeiten und Probleme im Krankenhaus Ilembula berichtete Jochen Döring (Gemeinde Haar). Die Einrichtung wird von mehreren Partnergemeinden im Osten von München unterstützt und müsste in manchen Bereichen dringend modernisiert werden.

Zur Sprache kam unter anderem auch der Besuch von Adamson Wilson Msigwa und Yusuph Mbugi, die auf Einladung der Reisegruppe 2017 im Herbst mehrere Wochen in Poing und Umgebung zu Gast waren. Außerdem wurde vom Jugendaustausch gesprochen: Im Sommer 2019 werden mehrere junge Leute einige Wochen in Palangavanu und Umgebung verbringen. Zum Abschluss wurde ein Dankesbrief von Pfarrer Ayubu Chambile verlesen, der unter anderem eine Auflistung von wichtigen Investitionen in der Gemeinde beinhaltete. 
Herbert Dullnig


Gäste aus Tansania „erlebten“ deutschen Alltag

Von September bis Anfang Oktober 2018 waren auf private Einladung und Kosten der Reisegruppe 2017 zwei Männer aus Tansania in Poing und Umgebung zu Gast. Adamson Wilson Msigwa und Yusuph Mbugi zeigten ein großes Interesse am Alltag der Menschen hierzulande und nahmen auch mit Begeisterung an Ausflügen sowie Besichtigungen diverser Einrichtungen und Betriebe teil.

„Wir haben viel gelernt“, schrieben sie nach der Rückreise in ihre Heimat, „manches können wir hier direkt umsetzen!“ So hat Adamson, der im Udzungwa Nationalpark arbeitet, eine Gruppe junger Leute dazu motiviert, einmal in der Woche ein Gebiet von Abfall und Unrat zu reinigen. Er befasst sich viel mit Parkbesuchern und will seine Erlebnisse mit einbauen. Auch Yusuph, der als Computerspezialist arbeitet, gewann durch seinen Besuch viele neue Erkenntnisse.

Die Reisegruppe von 2017 und viele Helferinnen und Helfer wechselten sich in der Begleitung der beiden Gäste immer wieder ab. Auf der Tagesordnung für fünf Wochen stand unter anderem:

Besuch Sankt Ottilien, Chiemsee und Königsee, Gottesdienst in der Christuskirche Poing und Philippuskirche Markt Schwaben, Berggottesdienst Posaunenchor, Kochen mit Asylbewerbern, Container packen, Teilnahme am Kisuaheli Kurs, Oktoberfest, Kartoffelernte Angelbrechting, Führung Freising und Weihenstephan mit Pfarrer Eras, Ausflug nach Kärnten in Österreich, kath. Kirche und Frauenbund, Abschlussandacht mit Reisesegen und vieles andere mehr.

Untergebracht waren Adamson und Yusuph bei unterschiedlichen privaten Gastgebern der Reisegruppe 2017, auch die Kosten des Aufenthaltes wurden zu gleichen Teilen getragen. Im Fokus stand darüber hinaus der zukünftige Austausch von Jugendlichen zwischen Partnergemeinden aus Deutschland und Tansania. Schon in den ersten Tagen kam es zur Begegnung mit drei Jugendlichen aus Tansania und drei Jugendlichen aus Poing, die 2019 mehrere Wochen in der Partnergemeinde Palangavanu und Tansania verbringen werden.

Herbert Dullnig


Sammeln Sie Kugelschreiber und Filzstifte!

Bildrechte: beim Autor

Der Weltgebetstag der Frauen hat heuer die Aktion „Stifte machen Mädchen stark“ ins Leben gerufen. Dieses Projekt finanziert die Schulbildung und psychologische Betreuung für etwa zweihundert syrische Mädchen, aber auch für einige Jungen in einem libanesischen Flüchtlingslager.

Folgende Schreibgeräte können in den Sammelstellen abgegeben werden: Kugelschreiber, Gelroller, Marker, Filzstifte, Druckbleistifte, Korrekturstifte, Füllfederhalter, Patronen, auch Metallstifte. Weitere Informationen stehen unter www.weltgebetstag.de/aktionen

Herbert Dullnig


In der Partnerschaft mit Palangavanu arbeiten wir mit unserer evangelischen Nachbargemeinde Markt Schwaben zusammen.
Weitere Informationen zur Partnerschaft finden Sie unter folgendem Link: Partnerschaft mit Palangavanu

Desweiteren liegt ein neuer Flyer von unserer Partnerschaft mit Palangavanu in der Kirche auf.
Wir freuen uns, wenn Sie sich dafür interessieren.