Posaunenchor

Posaunenchor

Probe:
Der Posaunenchor trifft sich montags um 19.30 Uhr im Gemeindesaal der Christuskirche Poing

Leitung: Reinhard Göster
Info:      Gerhardt Mätz, Tel.: 08121/255500

 

35 Jahre Posaunenchor

Am 16. Juli feierte der Evangelische Posaunenchor Markt Schwaben - Poing sein 35-jähriges Bestehen. Den Festgottesdienst in der Philippuskirche eröffneten Bläser und Orgel gemeinsam mit einem Voluntary von John Stanley.

Pfarrer Karl-Heinz Fuchs zog in seiner Predigt Parallelen zwischen der Entstehungsgeschichte des Posaunenchors und dem 1. Kapitel des Johannes-Evangeliums. Wie Johannes die ersten Jünger zur Nachfolge Jesu sammelte, so habe vor 35 Jahren der damals von Freising nach Markt Schwaben gezogene Pfarrer Friedrich Eras die ersten Mitglieder des Posauenenchors gesucht und gefunden. Keimzelle des anfangs noch kleinen Bläserkreises war das Wohnzimmer der Familie Peschke in Forstinning. Als „Vater des Posaunenchors“ leitete Walter Peschke lange Zeit die Gruppe. Kein Wunder, dass bald auch Ehefrau Gisela und die Söhne mit Trompeten und Posaunen ausgestattet waren. Der Grundstein für eine in der Rückschau sehr erfreulichen Entwicklung war gelegt.

Im neu erbauten Gemeindezentrum fand der Festtag in einer Matinée unter dem Motto „Klangfarben“ seine Fortsetzung. Die überaus zahlreich erschienenen Zuschauer fanden nur mit Mühe Platz im Saal. Neben einigen ehemaligen Bläserinnen und Bläsern, über die sich die „Aktiven“ besonders freuten, hatten sich viele Kirchenmusiker aus dem Umland sowie Bläser aus anderen Posaunenchören eingefunden. Reinhard Göster begrüßte die Gäste und stellte die mitgebrachten Instrumente vor: Trompeten, Flügelhörner, Posaunen, Waldhorn, Tenorhorn, Tuba und Cajon (spanisches Wort für„Kiste“). Zuvor hatte bereits die ungewöhnliche Kombination Fanfaren & Posaunenchor einen ersten Farbtupfer gesetzt. Im Anschluss zeigte sich, dass die Bläser nicht zu viel versprochen hatten: Nach Choralsätzen von Hans-Leo Hassler und J. S. Bach spannte sich der musikalische Bogen über die Romantik bis hin zur Filmmusik. Mit einem Augenzwinkern wurden Marsch, Walzer und ein Beatles-Song serviert – Klänge, die man von einem evangelischen Posaunenchor nicht unbedingt erwarten würde.

Pfarrer Fuchs gratulierte jeder Bläserin und jedem Bläser persönlich „zum Geburtstag“ und schenkte dem Posaunenchor die neu erschienenen „Ständchenhefte“. Dabei handelt es sich, wie der Name vermuten lässt, um eine Notensammlung von hohem Gebrauchswert. Ein besonderer Dank galt dem Dirigenten, Landesposaunenwart Ralf Tochtermann, der für zwei vorangegangene Proben und zum Jubiläum die weite Anreise aus Nürnberg auf sich genommen hatte.

Zum Schluss leitete das gemeinsam gesungene „Komm, Herr, segne uns“ wieder zur Kernaufgabe der Posaunenchöre, dem Lob Gottes, zurück. Die durch anhaltenden Applaus bekundete Bitte nach einer Zugabe erfüllten die Bläser mit dem Spiritual „Amen“, bei dem einige Solisten nochmals neue Klangfarben aufblitzen ließen. Anstelle einer weiteren Zugabe lud Reinhard Göster ein, die kommenden Veranstaltungen, bei denen der Posaunenchor im Einsatz ist, zu besuchen. Den anschließenden Umtrunk nutzten alle Beteiligten zu angeregten Gesprächen, wobei die Zeit leider viel zu schnell verflog.